Die allgemeine Situation zum Burnout-Syndrom
Burnout findet von Jahr zu Jahr mehr Aufmerksamkeit in gesundheitlichen, unternehmerischen, politischen und gesellschaftlichen Bereichen. Die diagnostizierten psychosomatischen Erkrankungen am Arbeitsplatz nehmen rasant zu.
Bis zu 13 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland sind nach Schätzungen von Gesundheitsexperten und Krankenkassen von Burnout betroffen. Laut einer Auswertung der Krankenkasse KKH-Allianz stieg der Anteil von Krankheiten wie Depressionen oder Burnout bei Krankschreibungen von 13 Prozent im Jahr 2009 auf 14,3 Prozent im ersten Halbjahr 2011.
Dennoch ist im ICD-10 das Burnout-Syndrom als Erschöpfungssyndrom nur mit einer Zusatzziffer (Z73.0) unter „Probleme verbunden mit Schwierigkeiten in der Lebensbewältigung“ aufgeführt.
Der Anbietermarkt von Therapeuten, Ärzten, Ausbildungsanbietern, Therapieformen reagiert auf die steigende Nachfrage und wächst immens. Für den Betroffenen ist der Markt unübersichtlich und nicht transparent, weil einheitliche Qualitätsstandards fehlen.
Fast zehn Millionen Tage waren Erwerbstätige wegen Burnout-Symptomen in 2010 krankgeschrieben. Die WHO vermutet, dass die größte Gesundheitsgefahr in diesem Jahrhundert von Stressüberlastung ausgeht.
Unternehmen wissen nicht genau, wie sie mit einem Burnout Betroffenen umgehen sollen, weil sich Standards in den Bereichen Evaluierung, Prophylaxe und Prävention von Burnout noch nicht etabliert haben.
Die Ziele des Bundesverbandes
Aus dieser Situation und Notwendigkeit heraus, hat sich der Deutsche Bundesverband für Burnout-Prophylaxe und Prävention e.V. am 3. April 2011 gegründet und setzt sich für folgende Ziele ein:
- Burnout als Krankheit anerkennen zu lassen.
- Für Burnout-Erkrankte und Betroffene einen transparenten Anbietermarkt zu schaffen.
- Für Unternehmen und Unternehmensberatungen im Bereich Gesundheitsmanagement eine Zertifizierung für Burnout-Prophylaxe und Prävention zu entwickeln.
- Für Ärzte, Therapeuten und Heilpraktiker eine Zertifizierung für Burnout-Prophylaxe und Prävention zu entwickeln.
